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  • Ute

Spirituelle Arroganz - ein Schatten im spirituellen Lernen

Spirituelle Arroganz.... ist das eine natürliche Etappe für jeden, der sich für einen spirituellen Weg entscheidet?


Kürzlich ist mir bei einem Kreis von Menschen eine Spirituelle Arroganz aufgefallen. Die Art und Weise wie ich es gespürt hatte und wie es sich ausgedrückt hatte, hatte mich schokiert.


Natürlich habe ich diesen Trigger in mir direkt genutzt, um in mich selber hineinzuschauen, und zu sehen, weshalb mich das so verärgert. Und ja, so wie es meistens ist, habe ich einen Teil in mir drinnen gesehen, welcher ebenso eine Arroganz hat. Ich habe ganz klar gesehen, dass diese Arroganz aktiver war vor ein paar Jahren und in den letzten Jahren, eventuell seit 2020 sich mehr und mehr aufgelöst hat.


Nun frage ich mich, ob jeder da mal durch geht. Ich glaube, wenn wir gute und bekannte Lehrer haben, das es auf natürliche Weise für eine gewisse Zeit passieren kann, das wir uns eventuell etwas darauf einbilden. Daraus kann eine Arroganz entstehen, basierend auf dem Gedanken, das wir einen ganz besonderen Weg gehen. Wir geben unserem Weg, dem Lernen, dem Training sehr viel Lebenskraft, Zeit, investieren unsere Ressourcen und erleben viel Veränderung, Wachstum und haben "Erwachungsmomente".


Wir wählen uns die Lehrer aus, welchen uns am besten erscheinen und sind natürlich stolz ihre Schüler zu sein.

Schnell kann es da passieren, dass wir eventuell bewusst oder unbewusst ein Muster oder Denken entwickeln, wie "Ich bin etwas Besseres", "Das, was ich lerne, ist besonders oder spezieller als was andere lernen". "Meine Lehrer sind die Besten", "Ich bin etwas Besonderes", etc..


Ich sehe, dass es einen schmalen Grat gibt zwischen einem gesunden Stolz, da man natürlich seine Lehrer als sehr gut ansieht, sonst würde man sie sich ja nicht als Lehrer wählen. Und der Einstellung, das meine Lehrer die besten sind und andere weniger gut sind.


Für mich ist ganz klar, das ich mir meine Lehrer auswähle, da ich mich sehr gut bei ihnen aufgehoben fühle. Ich weiß, dass sie gut sind, daher lerne ich mit Ihnen und biete Gruppen mit ihnen an.


Es ist enorm wichtig, dass man andere Lehrer, Traditionen, Methoden nicht mit Arroganz heruntersetzt.

Ich denke, es ist ebenso gut, wenn man ehrlich ist und seine Meinung auf eigener Erfahrung beruht.

Natürlich soll jeder sich ehrlich ausdrücken dürfen.


Jedoch gibt es in vielen spirituellen Gruppen diese Arroganz. Ich würde sagen, dass ich diese oft in einem bestimmten Stadium des Lernens und Wachsens beobachte. Auf einem gesunden Weg bemerkt man diese und sieht, womit es verbunden ist.


Oft sind alte Wunden, Ängste, Selbstzweifel etc. damit verbunden. Eine Arroganz kann Unsicherheiten abdecken oder eine unbewusste Bewältigungsstrategie sein. Wie wir wissen, gehen unbewusste Bewältigungsstrategien oft in die Kindheit zurück.


Mir ist diese spirituelle Arroganz früher schon bei jüngeren Leute aufgefallen. Kürzlich muss ich sagen, habe ich es in Menschen mittleren Alters und auch höherem Alter gesehen. Es hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Ich bin dankbar, das ich es in anderen sehen konnten. Dies gab mir die Einladung ehrlicher und klar in mich selber hin ein zu schaun. Ich fand das so anbschreckend im Aussen, das ich sehen konnten wie es zu Staub in mir selber wird. Gut. Danke.


In diesen Situationen, welche mich schokiert hatten, wurden andere Lehrer und andere Methoden mit Witzen und Aussagen wirklich klein gemacht und die eigenen Methoden und der eigene Lehrer sehr hoch gehoben.

Ich war doch sehr erstaunt. Es schien ebenso keine Einsicht zu geben.


Wenn wir auf dem Weg zum Heiler sind oder im Service Feld arbeiten, in welchem wir mit subtilen Energien arbeiten, können wir mit dieser Arroganz große Schatten erzeugen und die sehr niedrige Vibrationen einladen bzw. erzeugen. Dies kann sich in dem Raum welchen wir als Facilitator/Heiler "halten" wieder spiegeln.


Wie gesagt, ich habe es in mir selber entdeckt, dafür bin ich dankbar. Ich werde sehr feinfühlig und achtsam sein um es auf subtiler sofort zu bemerken falls es sich bei mir noch einmal einschleicht.


Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass viele Menschen die sich Heiler oder Schamane nennen, sich nicht so nennen sollten. Ebenso vertrete ich die Meinung, Bewusstsein bei Neulingen auf dem Gebiet zu erzeugen, das sie sich ihre Lehrer vorsichtig und achtsam auswählen. Nicht jeder der sich als Lehrer etc. ausgibt, ist gut und gesund für dich.


Das ist für mich etwas anderes als meine Lehrer auf einen goldenen Thron zu setzen und über andere schlecht zu sprechen.

Wenn jemand sagt: "Meine Lehrer sind die besten und einzig Wahren, alle anderen sind Betrüger". Dann trägt das für mich eine sehr schwere nicht gesunde Energie.


Ich persönlich bin extrem dankbar für meine Pflanzen Helfer und Shipibo Lehrer, welche mir in den letzten 8-9 Jahren sehr geholfen haben.


Ganz klar, das ist meine persönliche Resonanz. Ich weiß ganz genau, dass es viele verschiedene Wege, Methoden, Traditionen und Lehrer gibt.

Verschiedene Methoden, Pflanzen, Energien, Praktiken etc. haben unterschiedliche Winkel und Zugänge.


Ich wertschätze die Vielfalt und ich ermutige jeden seinen eigenen Weg zu finden.


Jeder hat seinen eigenen individuellen Lern und Lebensweg.


Dankbarkeit für die Vielfalt. Respekt für Diversität. Achtung vor dem Weg jedes Individuum.


Das Wissen, dass alles EINS ist und das wir alle verbunden sind und unterschiedliche Wege und Ansichten die Natur unserer Ganzheitlichkeit sind ist für mich mehr und mehr natürlich...


Peace.




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